Mittwoch, 10. Juni 2015

Arbeitsalltag

Aus dem Motiv erwächst die eigentliche Motivation: der Antrieb ein Ziel zu erreichen.

Ich muss gestehen, seit mehreren Wochen arbeite ich unmotiviert. Früher gab es motivationslose Phasen, jetzt ist es zur Gewohnheit geworden.

15 Jahre in der Firma haben mich abgestumpft.
Jeden Tag glaube ich zu wissen, woran es liegt. Nur, dass mir jeden Tag ein neuer Grund einfällt.
Die Liste ist lang.
  • Ständige Einkäufe meines Chefs von Baumaschinen und technischen Geräten, wobei kaum jemand nachvollziehen kann, wozu wir so was brauchen..
  • Die Einkäufe werden selbstverständlich im Internet getätigt, was bei Anwesenheit im Büro mit ständigem Surfen auf Mobile-Seiten einhergeht. Möchte ich wichtige Dinge mit ihm klären, höre ich meistens nur ein abwesendes "Mmmhhmm", was soviel heißen soll: Entscheide Du!/ Weiß ich nicht!/ Machen wir so!/ . In Wirklichkeit heißt es: Ich habe keinen Bock auf den Kram, lass mich den Bagger kaufen!
  • Als ich im Februar einmal (sehr) kurzfristig nach 2 Tagen Urlaub fragte, bekam ich zur Antwort: Klar geht das, so wichtig bist du nun auch wieder nicht.                                         Nach seiner Ansicht war das ironisch gemeint....ich verhalte mich seitdem so, als wäre ich nur ein unwichtiges Teil in diesem Irrenhaus.
  • Der Blick auf die von mir erstellte Gehaltsliste verrät mir, wo ich stehe...am Ende der Nahrungskette  im unwichtigen Bereich.
  •  Mein Chef möchte jede Rechnung prüfen und abzeichnen. Leider fehlt ihm die Zeit dazu, weil....siehe oben. Ist der Rechnungsberg nach 2 Wochen auf 70-80 Stück angestiegen, fängt er zwangsläufig an zu prüfen...und bemerkt, was für einen bedauernswerten Job er doch hat.
  • Lügen, Ausreden, Schuldzuweisungen auf andere Mitarbeiter sind Alltag. Früher hat mir das Tränen in die Augen getrieben. Heute zucke ich mit den Schultern und resigniere.  Ist halt so.
Zum Glück habe ich nette Kollegen, also ein paar davon. Uns ist bewusst, dass wir alle im selben Boot sitzen.
Ein Boot, dessen Kurs wir nicht bestimmen können.
Und wenn´s mal wieder sehr stürmisch bei uns abgeht, grinsen wir uns an und versuchen, dass der Wind von hinten bläst....um uns voranzubringen.

3 Kommentare:

  1. Hallo, hätte mich gerne in deine Freundesliste eingetragen, ist aber leider nicht möglich,
    momentan geht wieder so einiges schief auf blogspot.
    Manchmal fragt man sich wirklich, ob alle Chefs unausstehlich sind ;.) Lachen hilft.
    LG und schönen Tag.
    Sadie

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